Was ist Bitcoin?

BitcoinBitcoin (BTC) ist die erste Kryptowährung der Welt. Sie wurde 2009 von Satoshi Nakamoto geschaffen, dessen wahre Identität bis heute nicht geklärt ist. Derzeit ist ein Bitcoin in Euro etwa 10.384 € wert (09.08.2019). Es ist eine digitale Währung, die ohne Mittelsmann funktioniert. Konkret bedeutet dies, dass es keinen Staat gibt, der die Geldproduktion kontrolliert, keine Banken, die Transaktionen durchführen, und jemand, der BTC hält, kann grundsätzlich erstmal komplett autonom über sein Geld verfügen. Dies wird durch den Einsatz der Blockchain (auch Public Ledger genannt) ermöglicht, die man sich als Laie wie eine Art Transaktionskatalog vorstellen kann, der öffentlich ist.

In diesem Katalog ist verzeichnet, wem wie viele Bitcoins gehören. Transaktionen werden verifiziert durch einen Prozess, der sich Bitcoin Mining nennt. Die Bitcoin Miner stellen dabei sicher, dass alle Transaktionen ihre Richtigkeit haben und Betrugsversuche scheitern. Allerdings können gestohlene oder gehackte Bitcoins nicht wieder zum ursprünglichen Besitzer zurückgeführt werden. Wenn du Bitcoins besitzt, hast du ein privates Bitcoin Wallet. Es besteht aus einer Adresse, zu dem ein sogenannter Private Key gehört. Durch diesen Key hast du Zugang zu deinen Bitcoins und daher solltest du ihn streng geheim und sicher aufbewahren. Doch wie kommst du an Bitcoins?

Bitcoin Mining

Einen Weg haben wir indirekt schon angesprochen. Es ist das Mining. Ein Bitcoin Miner stellt seine Rechenleistung dem Netzwerk zur Verfügung, um Transaktionen zu verifizieren. Dieses System wird Proof-of-Work genannt und ist mittlerweile ein Milliarden schweres Business. Die Konkurrenz ist so groß und die Teilnahme am Bitcoin Mining ist so energieintensiv geworden, dass man als Privatperson zumindest in Deutschland schon lange nicht mehr an diesem Prozess teilnehmen kann, ohne Verluste zu machen. Es gibt aber natürlich noch die Möglichkeit, sich BTC einfach zu kaufen.

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Bitcoin kaufen

Bitcoins zu kaufen, ist jedoch erstmal leichter gesagt als getan. Wer Bitcoin kaufen will, muss dies über eine Bitcoin-Börse oder einen Marketplace tun. Beispiele für solche Börsen sind Coinbase, Binance oder Bitfinex. Es gibt noch viele weitere Börsen, bei denen man Bitcoin kaufen kann. Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile und eine gründliche Recherche ist durchaus empfehlenswert, um herauszufinden, auf welcher Plattform man am besten Bitcoin verkaufen oder kaufen will. Meistens bieten diese Plattformen auch viele Tools an, um Bitcoin umrechnen zu können, damit man einen Überblick behält.

Logischerweise kann man auf diesen Plattformen auch Bitcoin verkaufen. Wie auf Ebay, Amazon oder anderen digitalen Verkaufsplattformen musst du dich auf ihnen anmelden. Wem Aktien fremd sind, dem werden auch solche Börsen erst einmal fremd vorkommen. Hier werden Kursverläufe, letzt gehandelte Preise und verschiedene Handlungsoptionen angezeigt. Bevor man Bitcoins als Neuling kauft, ist man daher gut beraten, sich mit Investition erst einmal generell zu beschäftigen. Wer in Deutschland tradet, wird den Wert von Bitcoin in Euro umrechnen. Es lohnt sich aber den Preis in Dollar zu beobachten, da dies die maßgebliche Währung für diesen Markt ist. Um Bitcoin umrechnen zu können, gibt es viele Tools im Netz, die kinderleicht funktionieren.

Eine Möglichkeit für Anfänger spielerisch zu lernen, wie Bitcoin und andere Kryptowährungen funktionieren, sind Crypto Spiele. Ein beliebtes Spiel ist dabei beispielsweise Crypto Kitties, das auf der Kryptowährung Ethereum aufbaut. In vielen wichtigen Punkten ist diese als eine Modifikation und gewissermaßen als eine Erweiterung von BTC zu betrachten.

Bitcoin oder Ethereum?

Die Frage, welche der beiden Währungen besser ist, führt zu einem Vergleich von Birnen und Äpfeln. Denn die beiden Kryptowährungen wurden zu völlig unterschiedlichen Zwecken geschaffen. BTC wurde erfunden, um eine Alternative zum Fiatgeld zu sein. Also dem Geld, das von Staaten herausgegeben und von ihnen auch massiv manipuliert wird, um Märkte und Menschen zu lenken. Wir sprechen hierbei von fast allen Währungen der Welt, also Euro, Dollar, Yen, Rubel etc. Weitet eine Zentralbank die Geldmenge aus, so wird den Bürgern indirekt das Geld aus der Tasche gezogen. Satoshi Nakamoto hat dies in seinen E-Mails, Forenbeiträgen und Nachrichten angeprangert. BTC hat daher eine rein monetäre Funktion. Es soll als Geld funktionieren und erhält daher seinen Wert.

Ethereum (ETH) wurde zu einem anderen Zweck geschaffen. Der Erfinder, Vitalik Buterin, hat schon früh festgestellt, dass über die Blockchain nicht nur Transaktionsdaten versendet werden können, sondern durchaus auch andere Dateien. Er hat erkannt, dass dies ein ungenutztes Potential ermöglicht, wenn man darauf aufbauende Anwendungen programmiert. Die technische Umsetzung davon heißt Smart Contract. Der Anwendungsbereich für diese Smart Contracts ist bereits jetzt schon sehr weit. Im Grunde könnten sie überall eingesetzt werden, wo Daten verarbeitet werden. Zudem erlaubt ETH es, relativ einfach, eigene „Währungen“ im ETH-Netzwerk zu schaffen. Diese werden als Token bezeichnet. Um sie zu versenden, muss man (ähnlich wie bei Bitcoin) eine Gebühr in ETH zahlen. Somit gewinnt diese Währung an Wert je nützlicher die einzelnen Anwendungen und Projekte im Netzwerk sind.